Ich will nie wieder single sein

Hillu Schröder stieg monatelang auf Baldrian forte um, Joschka Fischer fand sein Heil in der Askese, mutierte zum Jogging-Junkie, die englische Girlie-Truppe All Saints konnte das Lied „Never Ever“ davon singen, denn jede der vier Popkatzen wußte, daß sie sich „niemals je zuvor so niedrig gefühlt habe“ wie nach dem scheußlichen Abstieg vom Couple zum Single.

Eine 32jährige Junganwältin spricht davon, wie sie „zu Boden gegangen“ sei, ihr „das Herz versackte wie in einer Kiesgrube“, als der Lebensgefährte ihr nach vielen Querelen verkündete, die Beziehung sei vorbei.

Die in London praktizierende deutsche Psychologin Vera Peiffer weiß aus langjähriger Erfahrung mit Trennungsopfern, daß „sich automatisch ein körperliches Schockgefühl einstellt, wenn ein Mensch verlassen wird“.

Der ganze Körper werde von einem inneren Taubheitsgefühl ergriffen – vergleichbar etwa mit einem Unfall: „Das ist eine physische Schutzreaktion, um den unerträglichen Schmerz zu dämpfen.“ Nicht umsonst nannte der Psychoanalytiker C. Jung die Phase des ersten Trennungsschmerzes „Nachtmeerfahrt“, eine Art Trip durch die totale Finsternis.

Ich will nie wieder single sein

Der Partner sollte all das ersetzen, was man in der rauhen Realität nicht kriegt: bedingungslose Anerkennung, Unterstützung, Geborgenheit, Sicherheit.„Es gibt viele Menschen“, weiß die Mannheimer Psychologin Doris Wolf, „die tragen weiterhin ihren Ehering, lassen das Wohnungsinterieur unverändert, erzählen, der Partner arbeite vorübergehend im Ausland.“ Sie kenne auch Menschen, die zu Männer- oder Frauenhassern würden.Psychologin Peiffer: „Je schwächer das Selbstwertgefühl ist, desto tragischer fällt die Trennung aus. dansk dating side Aarhus Denn das Ego wird ja nur vom Partner aufgepolstert.“ In ihrem Buch „Die Kunst, das Alleinsein zu genießen“ (Midena Verlag, Augsburg) schreibt sie: „Da man jetzt die Verantwortung für das eigene Leben ganz allein tragen muß, werden Schwachstellen besonders sichtbar.“Lähmende Ohnmacht packt da den vom Partner Gekappten – jene allerdings immer ein Hinweis auf verschüttete Altlasten: Wer das Gefühl hat, ohne den anderen nicht mehr leben zu können, hat bereits in die Beziehung seelische Blessuren mitgeschleppt.Laut der aktuellen FOCUS-Umfrage fürchten sich 77 Prozent der Befragten im Falle einer Trennung davor, den Partner zu vermissen.75 Prozent haben Angst vor dem seelischen Schmerz, der beim Beziehungsbruch auf sie wartet.

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„Andere ziehen sich aus Gram und Selbstmitleid total zurück.“ Das Tragische: „Gegen den Trennungsschmerz gibt es kein Gegengift“, so Wolfs trockenes Fazit.„In dem Moment, in dem man sich verliebt, auf einen Partner einläßt, geht man auch das Risiko ein, Schmerz zu empfinden.“ Die beste Methode gegen den Sog der würgenden Emotionen mag da banal klingen: Gefühle zulassen, viel reden, nichts überstürzen, sich „milderne Umstände“ zugestehen.In einer Umfrage von polis, der Münchner Gesellschaft für Politik- und Sozialforschung mb H, die im Auftrag von FOCUS durchgeführt wurde, betrachtet jeder fünfte Deutsche den Status des partnerlosen Singles als durchaus attraktiv.46 Prozent der Befragten meinten, eine eventuelle Trennung würde für sie keine Katastrophe bedeuten.Gefahr zieht allerdings auf, wenn sich Trennungsopfer nicht mehr kompatibel für die eigene Zukunft fühlen.

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Wenn die Loslösung vom Ex-Partner nicht funktioniert.

Als Gray selbst sich durchrang, seine nicht funktionierende Ehe zu beenden, habe er dennoch „eimerweise geheult“.

Auch Hans Meiser, wenig zimperlicher Talker, ließ sich übermannen, als er nach vielen Jahren seine Sylvie verließ: „Ich weinte, als ich ging.“Daß Scheiden einfach verdammt weh tut – dagegen hat sich auch in der Viagra-Ära kein schnell wirkendes Pülverchen gefunden.

Es ist, als verschließe sich der Körper wie in einer Kapsel – vermutlich ein sinnvoller Fluchtmechanismus.

Bloß, zuviel Cortisol macht krank, greift das Immunsystem an.

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